Dikipedia, die

auch das D., nur im Singular gebräuchlich. Die sehr selten anzutreffende sächliche Form wird vorwiegend benutzt, um Ähnlichkeiten mit einem Blog zu verdeutlichen, von dem sich die D. aber durch alphabetische Sortierung und keinerlei Regelmäßigkeit beim Erscheinen neuer Einträge unterscheidet. Der Gebrauch des weiblichen Artikels unterstreicht, daß es sich bei der D. eher um eine Art individueller Enzyklopädie handelt.

Die Etymologie des Wortes D. ist umstritten. Auszuschließen ist eine Ableitung von Dicki Hoppenstedt (Einzelmeinung bei M. Schenk von Waldow). Sowohl die Schreibweise (Diki/Dicki), als auch die deutlich zu unterscheidende Länge des ersten Vokals belegen das. Aus den gleichen Gründen ist auch einer gelegentlich energisch vertretenen Herleitung aus dem englischen entschieden zu widersprechen. Nicht durchgesetzt hat sich zudem Dirkipedia (zuletzt präferiert von V. Schindel).

Neueste Einträge

Berceuse

die Berceuse, entstand Ende 2009 und wurde uraufgeführt am 11. November des selben Jahres , im Foyer des theaterforums kreuzberg im Rahmen des ersten gemeinsamen Konzertprogramms von Jenny Schäuffelen und mir "Cacher l´art par l´art même". Die Berceuse ist ein Kanon für vier gleiche Stimmen und der Versuch, den Beweis anzutreten, daß eine vollständig geplante streng organisierte Musik - ein Kanon ist per se noch "verkopfter" als eine Fuge, trotzdem sinnlich sein und mehr transportieren kann als seine Form und kompositorische Dichte. Im diesem Falle gelangt man durch extrem kantables Spiel zu einem Ausdruck und einem Bild von Zärtlichkeit, das durch die Dissonanzen nicht gemindert, eher noch verstärkt wird, ganz im Sinne von Jean-Philippe Rameau, dessen Zitat über das Verstecken von Kunst durch Kunstfertigkeit wir zum Motto unseres Konzertes wählten, und der an anderer Stelle gesagt hat, daß für ihr "vraie musique est le langage du coeur". Wahre Musik ist die Sprache des Herzens. Die Berceuse ist als Akkordeon-Solo Stück verlegt worden im Jetelina-Musikverlag. Natürlich ist der Kanon als Akkordeon Solo nicht vierstimmig , sondern nur zweistimmig, ist aber trotzdem reizvoll. Die unten zu hörende Aufnahme der Berceuse mit Jenny als Führende am Akkordeon I und mir als Begleitendem, dessen rechte Hand erst mit dem dritten Kanon-Einsatz zum Zuge kommt, entstand im Sommer 2012 und ist als sechstes Stück auf Jennys und meiner CD DANSES DES PARAPLUIES enthalten, die ebenfalls über den JETELINA-VERSAND bezogen werden kann, oder direkt bei Jenny oder mir.

Certitude, La

Akkordeonstück in c-moll, - eine Variationenfolge, das älteste Selbstkomponierte meines Repertoires,veröffentlicht als Solo-im im Jetelina-Musikverlag erschienenen Notenband "Pièces dáccordéon". Zu hören, von mir und Jenny Schäuffelen als Duo gespielt auf der CD danses des parapluies, die vom Jetelina-Versand vertrieben wird, oder bei Jenny oder mir direkt zu erhalten ist. Die Certitude entstand Anfang der 90er Jahre in Falkensee. Neben den beiden erwähnten Akkordoen-Fassungen habe ich das Stück auch arrangiert für meine Freundin Maja Marvin und ihr Elbiana-Streichquartett.

Marché, Le

Le Marché ist original die Ouverture zu Schauspielmusik zu "Triumph des Todes" ("Jeux de massacre") von Eugène Ionesco, die ich 2005 für die Inszenierung von Anemone Poland am theaterforum kreuzberg komponiert habe. Schon nach wenigen Takten der Einleitung (genauer gesagt 5) begannen die Dialoge, deretwegen die Musik kaum mehr wahrgenommen wurde. Nich nur aus diesem Grund entschloß ich mich, dem Stück einen fulminanten Konzertschluß zu spendieren mit dem Le Marché sich zu einem Dauerbrenner meines Repertoires entwickelt hat, auch in der Duo-FAssung, die ich mit Jenny Schäuffelen schon einige Dutzend mal aufgeführt habe. Beide Fassungen, die Konzertversion, wie die in den Aufführungen des Schauspiels benutzte Bühnenfassung (am Ende der ersten Szene fallen sämtliche Besucher des Marktes einer seltsamen Krankheit zum Opfer und sterben. In der Inszenierung tauchten Schauspieler mit merkwürdigen, an Bakterien oder Viren erinnernden Masken auf, die das Eindringen des Todes verbildlichten. In der Musik verfremdete ich das Lied "ihr Kinderlein, kommet") sind erschienen im Jetelina-Musikverlag im Notenband "Pièces d´accordéon". Die Solo- Konzertfassung kann auf der Musik- Seite dieser Homepage von mir gespielt gehört werden, die Duo-Fassung haben Jenny Schäuffelen und ich aufgenommen als Eröffnungsstück unserer CD danses des parapluies, die im vergangenen Jahr erschienen ist, und ebenfalls über den Jetelina-Versand vertrieben wird, oder über Jenny oder mich persönlich erworben werden kann.

Valse Toccata

Die Valse Toccata wurde am selben Tag im selben Konzert am 11.11. 2009 im theaterforum kreuzberg uraufgeführt wie die Berceuse. Sie ist ebenso in dem im Jetelina-Musikverlag erschienenen Notenband "Pièces d´accordéon" enthalten und bildet ausdrucksmäßig das Gegenstück zur zärtlichen Berceuse. (auch tonartlich bilden die beiden Stücke ein Kontrast-Paar, die Berceuse steht in in Des-Dur, kommt etwas zerbrechlich Satie-esk daher, die Valse Toccata in cis-moll ist eher robust zu musizieren, ohne Rücksicht auf die orgelpunktartig wiederkehrende dissonante Figur des begleitenden Akkordeons II. Auf der CD "danses des parapluies" sind sie auch aufeinander folgend enthalten, als vorletztes und letztes Stück. Im Konzertprogramm "cacher l´art par l art même" war die Reihenfolge eine etwas Andere. Der in den gedruckten Noten von mir als "langsame Rumba" bezeichnete Mittelteil der Valse Toccata benutzt das Thema einer Chaconne von Jean-Philippe Rameau, präziser: der Chaconne aus der Tragédie lyrique "Dardanus" von 1739.Im Konzertprogramm folgten auf die Valse Toccata drei von mir arrangierte Stücke aus der Ballettoper "Les Indes galantes" von Jean-Philippe Rameau (Entrée des 4 nations, Les sauvages und die Chaconne) Jenny und ich fanden die subtile musikalische Heranführung an die Musik Rameaus wichtiger als die Zurschaustelllung meiner im bösartigen Fall als prätentiös zu bezeichnenden Absicht ein  kanonisches Werk fürAkkordeon, bzw. zwei Akkordons zu schaffen, das wie Johann Sebstian Bachs wohltemperiertes Klavier Stücke in allen Dur- und Moll-Tonarten enthält und aufsteigend angeordnet ist.NB Le Marché steht in C, La Certirude in c, und in den Pièces d´accordéon ist bereits der d-moll Walzer "Sysiphe" enthalten. Weiteres in Arbeit!